Ich denke da an Kinder, Partner, Eltern oder wer sich auch immer in Eurer Nähe gerade in einer „misslichen“ Situation o.ä.befand und dem Ihr glaubtet, helfen zu müssen.Wenn wir spüren, dass unsere Worte oder Gesten ohne jede Wirkung bleiben, unser Gegenüber, sich geradezu sträubt, die vielleicht wegweisenden Worte an zu nehmen und für sich selbst umzusetzen, dann gilt es, los zu lassen und darauf zu vertrauen, dass der Mensch seinen Weg für sich findet.
Es braucht vor allem dieses Vertrauen und auch unsere Geduld, dass jeder Mensch seinen Weg finden kann und außerdem die Erkenntnis, dass die Dinge, die uns vielleicht sonnenklar scheinen, für einen anderen Menschen erst dann umsetzbar sind, wenn er sie für sich selbst als wahr fühlen und erkennen kann.
Nun hat jeder Mensch sein eigenes Tempo und seine eigenen Lernprozesse und was für uns bereits gereift, gefühlt und verstanden ist, kann für unseren Mitmenschen möglicherweise erst in ein paar Jahren Thema sein…
Also gilt es, dem Anderen Zeit zu lassen, seine eigene Wahrheit zu entdecken, da zu sein, so gut es möglich ist, unsere Hand zu reichen, den anderen unsere Liebe spüren zu lassen und jedem, auch uns selbst, den Freiraum zu schaffen, sein eigenes Leben zu leben.
Hinzu kommt, dass wir gerade im engsten Raum, wie Partnerschaft und Familie, zuweilen ohnehin mit Worten wenig erreichen können, bzw. nur dann, wenn der Mensch, um den es sich handelt, tatsächlich bereit ist, unseren Rat anzunehmen.
Auch wir brauchen unsere Freiräume, um uns selbst zu entfalten und mit „Gewalt“ schaden wir sowohl uns, wie auch unserem Nächsten, der dann in vielen Fällen mit Abwehr reagiert oder sich emotional verschließt.
Also habt Vertrauen und bewahrt vor allem Euer eigenes, inneres Gleichgewicht, sonst könnt Ihr weder Euch selbst, noch anderen helfen.